Neues Sonderpostwertzeichen mit Arber-Motiv in der Eisensteiner Hütt’n vorgestellt

Im Januar 2016 ist diese neue Sonderbriefmarke aus der Serie "Wildes Deutschland" mit einem Bild von mir des Bayerischen Waldes erschienen.

Markenbotschafterin für den Bayerwald

Neues Sonderpostwertzeichenmit Arber-Motiv in der Eisensteiner Hütt’n vorgestellt

Von Rainer Schlenz

Zwiesel. Erschienen ist sie bereits am 2. Januar, die neue Sonderbriefmarke „Bayerischer Wald“, präsentiert wurde sie aber erst am gestrigen Freitag – und zwar dort, wo das Motiv entstanden ist: Am Großen Arber.

Vor drei Jahren hatte der Naturfotograf Norbert Rosing am höchsten Bayerwaldberg grandiose Wetter- und Lichtbedingungen für eine Bilderserie vorgefunden. Bei Sonnenauf- und -untergang gelangen ihm etliche faszinierende Landschaftsmotive. Eines davon, ein Blick über die tief verschneiten „Arbermandl“ in die aufgehende Sonne, schaffte es zumMotiv für das mittlerweile sechste Sonderpostwertzeichen aus der Reihe „WildesDeutschland“.

Zur Präsentation der Briefmarke hatten die Bundestagsabgeordneten Alois Rainer (Haibach) und Karl Holmeier (Cham), deren Wahlkreise das Arbergebiet einschließen, zusammen mit Bergbahn-Chef Thomas Liebl und Dr. Michael Braun,Geschäftsführer des Tourismusverbandes Ostbayern, in die Eisensteiner Hütt’n unter demArbergipfel eingeladen.

Gekommen waren die Bürgermeister mehrerer Kommunen von der niederbayerischen und oberpfälzer Seite des Arbers, MdB Barbara Lanzinger, der langjährige Bundestagsabgeordnete Ernst Hinsken, Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich und die stellvertretenden Landräte von Regen, Chamund Freyung-Grafenau, Helmut Plenk, Sandro Bauer und Helga Weinberger. Auch Vertreter der Deutschen Post und einiger Philatelistenvereine hieß MdB Karl Holmeier willkommen.

„Diese Briefmarke ist eine Botschafterin des Bayerischen Waldes, und zwar weltweit“, befand derAbgeordnete und dankte der Post für die Berücksichtigung des Arber-Motivs. Für ihn sei es die schönsteMarke aus der Serie „Wildes Deutschland“. Dem Dank für die Motivwahl schloss sich Holmeiers Kollege Alois Rainer an, der dem Fotografen ein großes Kompliment aussprach. „Briefmarken“, so Rainer, „sind auch Kulturträger und Botschafter unseres Landes.“

Beim Bayerischen Wald denke man automatisch an den Arber, sagte Bezirkstagspräsident Olaf Heinrich, deshalb habe der Bezirk in der Vergangenheit auch regelmäßig stattliche finanzielle Beiträge für Veranstaltungen wie die Weltcup-Skirennen geleistet. „Mit dieserBriefmarke kann nunwieder überregional der Blick auf den Arber gelenkt werden“, so Heinrich. Auch er dankte den Initiatoren dieser mittlerweile dritten Bayerwald-Marke, die erstmals ein Wintermotiv trägt. „Sie sehen, dieses Motiv ist kein Fake“, wandte sich Bayerisch Eisensteins Bürgermeister Charly Bauer in seinem Grußwort an die Gäste und wies aus dem Fenster, wo sich bei strahlendem Sonnenschein die Arberregion als wahre Wintermärchenlandschaft präsentierte. Als „Markenträger für die Urlaubsregion Bayerischer Wald“ würdigte TVO-Chef Michael Braun das neue Postwertzeichen.Auch Bergbahn-Leiter Thomas Liebl richtete ein Grußwort an die Gäste.

Lutz-Hermann Richter vom Management Postwertzeichen derDeutschen PostAGbezeichnete die Bayerwald-Marke als „vorläufigen Höhepunkt“ in der Reihe „Wildes Deutschland“, mit derman die Vielgestaltigkeit Deutschlands abbilden wolle. Mit demWert von 85 Cent ist die Arber-Marke geeignet für so genannte Kompaktbriefe, die bis zu 50 Gramm wiegen dürfen. Das entspricht etwa sieben DIN A 4-Seiten, wie Richter erläuterte.

Mit zehn Millionen Stück hat die Bayerwald-Marke, die in der Bundesdruckerei in Berlin hergestellt wird, eine besonders hohe Auflage.Man erhält sie unter anderem in den 8500 Postfilialen und via Internet. Briefmarken sind auch im digitalen Zeitalter ungebrochen beliebt, wie Lutz-Hermann Richter versicherte. „Ich bin zuversichtlich“, so der Post-Manager, „dass dieseMarke gut angenommen wird – wie bisher alle aus der Serie ’Wildes Deutschland’“. Anschließend verteilte Richter Erstdrucke in verschiedenen Ausführungen an die Ehrengäste.

Schließlich schilderte Fotograf Norbert Rosing, wie es zu seiner Arbeit für die Serie „Wildes Deutschland“ gekommen war. Aus einem National Geographic- Buch gleichen Titelsmit Bildern Rosings hatte die Zeitschrift „Hörzu“ eine Beilage gemacht, die Lutz-Hermann Richter in dieHände bekommen hatte. Der war so angetan, dass er sich an den Fotografenwandte ? und baldwar eine Zusammenarbeit vereinbart, aus der mittlerweile sechsBriefmarken-Motive mit urwüchsigen Landschaftenin derBundesrepublik hervorgegangen sind.

Während auf einem Bildschirm im Hintergrund Aufnahmen Rosings aus dem Bayerischen Wald zu sehen waren, berichtete er auch vom Fotoshooting am Arber im Januar 2013, bei dem das Motiv der aktuellen Marke entstanden war. „Der BayerischeWald ist nachwie vor eines meiner Lieblingsgebiete in Deutschland“, betonte der Fotograf, der in der gesamten Bundesrepublik unterwegs ist, aber sich beispielsweise auch dem Thema Arktis/Eisbären widmet.

Norbert Rosing auf:

Norbert Rosing
Kontaktformular

Mitgliedschaften

  • NationalGeographic National Geographic
  • Gesellschaft für Bild und Vortrag E.V. National Geographic